Du planst eine wassergeführte Fußbodenheizung für einen Neubau, einen Anbau oder eine Sanierung? Den Verlegeabstand musst du vor dem ersten Gespräch mit einem Heizungsbauer nicht festlegen. Beginne mit den Räumen, die du beheizen willst, den Böden, die du behalten willst, und den Angaben, die du über dein Haus schon hast.
Nutze die Tabelle und die sechs Listen unten, um ein Angebot vorzubereiten. Übernimm sie in deine Notizen oder drucke diese Seite aus. Schreib neben jeden Punkt erledigt, zu klären oder entfällt. Notiere, wer fehlende Angaben bestätigt. Die Checkliste funktioniert ohne Konto und ohne Kauf bei HeatAlgo.
Dieser Ratgeber behandelt eine Heizung mit Wasser, das durch Rohre unter dem Boden fließt. Elektrische Heizmatten gehören nicht dazu. Du sammelst und prüfst die Angaben zum Projekt; dein Heizungsbauer prüft die vorgeschlagene Planung für dein Haus und das gewählte System vor dem Einbau.
Checkliste: Was ist für dein Angebot schon bereit?
Behalte in deiner Kopie der Tabelle einen Status pro Zeile. Ersetze die Beispieldokumente durch deine eigenen Dateinamen oder Notizen und trag die Person ein, die die Angaben bestätigt. Ist etwas unbekannt, wähle zu klären und beschreibe die Lücke. Die sechs Abschnitte unten erklären, was du für jede Zeile sammelst.
| Benötigte Angaben | Status - eins wählen | Beleg | Wer bestätigt |
|---|---|---|---|
| Grundrisse, Maße und feste Einbauten | erledigt / zu klären / entfällt | Grundriss mit Datum oder Revision, Maße und markierte Änderungen | Name eintragen |
| Bodenaufbau, Dämmung und verfügbare Höhe | erledigt / zu klären / entfällt | Zeichnung des Bodenaufbaus, Produktdatenblätter oder Notizen einer Begehung | Name eintragen |
| Bodenbelag für jeden Raum | erledigt / zu klären / entfällt | Angaben zu Belag, Unterlage und Kleber und Bedingungen des Herstellers | Name eintragen |
| Heizungsanlage und Heizlast der Räume | erledigt / zu klären / entfällt | Gerätedaten, Heizlastberechnung und geplante Änderungen am Haus | Name eintragen |
| Position des Heizkreisverteilers, Leitungswege und Regelung | erledigt / zu klären / entfällt | Grundriss mit vorgeschlagenen Positionen und Notizen zu Hindernissen | Name eintragen |
| Umfang des Angebots, Prüfungen und Übergabe | erledigt / zu klären / entfällt | Vereinbarter Leistungsumfang und Fragen an den Heizungsbauer | Name eintragen |
1. Grundrisse, Maße und feste Einbauten
- Ein Grundriss für jedes Geschoss, das zur Arbeit gehört, mit Datum oder Revision.
- Raumnamen, geplante Nutzung, Maße und Raumhöhen.
- Mindestens ein gemessenes Maß auf jedem Grundriss, damit sich der Maßstab prüfen lässt. Notiere, ob andere Maße aus Zeichnungen oder einem Aufmaß vor Ort stammen.
- Türen, Treppen, Küchenzeile und Kücheninsel, Sanitärobjekte, Kamine und andere feste Einbauten im Grundriss markiert.
- Wände, Türöffnungen oder Raumaufteilungen, die sich noch ändern können.
Markiere die Räume, in denen du eine Fußbodenheizung willst, und alle Flächen, die unberührt bleiben sollen. Feste Einbauten sind Punkte für das Gespräch mit dem Heizungsbauer, keine allgemeine Regel dafür, wo Rohre liegen dürfen. Passt eine Zeichnung nicht mehr zum Haus, markiere den Unterschied.
2. Bodenaufbau, Dämmung und verfügbare Höhe
- Ob der Boden massiv ist oder eine Holzbalkendecke, falls bekannt.
- Vorhandene Bodenschichten sowie Material und Stärke der Dämmung, belegt durch Zeichnungen, Baubeschreibungen oder Fotos, soweit vorhanden.
- Was bleibt, entfernt oder neu aufgebaut wird, und bekannte Probleme mit Feuchtigkeit oder dem Zustand des Bodens.
- Verfügbare Höhe für den kompletten neuen Boden einschließlich Belag, an Türen, Treppen, Schwellen und angrenzenden Räumen.
- Wer den vorhandenen Boden prüft und den vorgeschlagenen Aufbau bestätigt.
Wähle ein System nicht nur nach der beworbenen Stärke seiner Platte. Frag nach dem vollständigen Bodenaufbau und den daraus folgenden Höhen des fertigen Bodens. Eine Lösung für eine neue Bodenplatte kann in einer Sanierung einen anderen Ansatz brauchen. Was die Schichten eines Bauteils und die Dämmstärke in deinen Unterlagen bedeuten, erklärt das Heizungsglossar für Bauherren. Markiere unbekannte Schichten mit zu klären.
3. Geplante Bodenbeläge und Produktangaben
- Dein bevorzugter Belag in jedem Raum: Fliesen, Holz, Vinyl, Teppich oder ein anderes Material.
- Hersteller, genaues Produkt und Stärke, falls schon gewählt.
- Angaben zu Unterlage und Befestigung oder Kleber, falls zutreffend.
- Die Bestätigung des Lieferanten, dass der Belag für eine wassergeführte Fußbodenheizung geeignet ist, Angaben zum Wärmeleitwiderstand und alle Temperaturgrenzen oder Verlegebedingungen.
- Räume, in denen du noch zwischen Belägen wählst.
Gib die Datenblätter weiter, bevor die Planung der Heizung abgeschlossen ist. Bitte den Heizungsbauer, den vorgeschlagenen Belag und die Heizleistung zusammen zu prüfen. Wie viel Leistung der Belag kostet und warum Holz oder Teppich weniger liefern als Fliesen, erklärt der Ratgeber zur Vorlauftemperatur der Fußbodenheizung. Auch ein Etikett „geeignet für Fußbodenheizung“ ist ein Grund, die Bedingungen dieses Produkts zu lesen.
4. Heizungsanlage und vorhandene Angaben zur Heizlast
- Der vorhandene oder geplante Kessel oder die Wärmepumpe, mit Modell und Daten, falls bekannt.
- Räume, die Heizkörper oder eine andere Heizung behalten.
- Eine vorhandene raumweise Heizlastberechnung, mit den verwendeten Gebäudedaten und Annahmen.
- Geplante Änderungen an Dämmung, Fenstern, Raumnutzung oder Lüftung.
- Wer die Wärme, die jeder Raum braucht, mit dem vergleicht, was der geplante beheizte Boden liefern kann.
Die Raumfläche allein beschreibt keinen Wärmebedarf. Was in eine Heizlastberechnung einfließt und wovon das Ergebnis abhängt, erklärt der Artikel was eine Heizlastberechnung ist. Hast du keine Berechnung, sag das und frag, wer sie liefert. Berechnung nach DIN EN 12831-1 mit Standardwerten. Keine Heizlastberechnung nach DIN/TS 12831-1 bzw. ÖNORM H 7500-1 und kein Nachweis für die BEG-Förderung oder den hydraulischen Abgleich (Verfahren B). Rate keine Dämmwerte und wähle keine Wassertemperatur, nur um ein leeres Feld zu füllen.
5. Position des Verteilers, Leitungswege und Raumregelung
- Mögliche Positionen für den Heizkreisverteiler, das Bauteil, an das die Heizkreise angeschlossen werden, mit Platz für Zugang und Wartung.
- Mögliche Wege zwischen Verteiler und jedem Raum, mit markierten Türen, Höhenwechseln und anderen Hindernissen.
- Räume, die du einzeln regeln möchtest, und wie du sie nutzen willst.
- Mögliche Positionen der Raumthermostate und bekannte Einschränkungen bei der Verkabelung.
- Flächen, die für Möbel oder Stauraum frei bleiben müssen.
Behandle das als Vorschläge, bis es geprüft ist. Bitte den Heizungsbauer, die Anbindeleitungen zum Verteiler und zurück in die Planung der Heizkreise einzurechnen und Zugang, Anschlüsse und Regelung zu bestätigen. Warum die Anbindeleitung zur Heizkreislänge zählt, zeigt der Ratgeber zu Verlegeabstand und Heizkreislänge.
6. Angebot, Verantwortung für die Planung, Prüfungen und Übergabe
- Wer erstellt die Berechnungen und den Verlegeplan der Heizung, und wer prüft sie für das tatsächliche Gebäude und das gewählte System?
- Welche Zeichnungen, Annahmen, Rohrangaben, Heizkreislängen und Auslegungswerte werden dokumentiert?
- Enthält das Angebot Bodenvorbereitung, Dämmung, Rohrleitungen, Verteiler, Regelung, Anschluss an den Wärmeerzeuger und die Wiederherstellung des Bodens? Was ist ausgeschlossen?
- Wer koordiniert Heizungsbauer, Estrichleger und Bodenleger, und wie werden Änderungen bepreist und vereinbart?
- Wer führt die Druckprobe vor dem Verschließen der Rohre nach den Vorgaben des gewählten Systems durch und protokolliert sie?
- Wer übernimmt Inbetriebnahme, Einregulierung der Volumenströme, Prüfung der Regelung und das Aufheizen, das der Bodenaufbau verlangt?
- Bekommst du den endgültigen Verlegeplan, die Heizkreisbezeichnungen, die Protokolle von Prüfung und Inbetriebnahme, die Bedienungsanleitung und die Angaben zur Gewährleistung?
Bewahre die Antworten beim Angebot auf, damit du den Umfang verschiedener Angebote vergleichen kannst. Vereinbare die Prüfungen vor Arbeitsbeginn: DIN EN 1264-4 sieht eine Druckprobe vor dem Einbringen des Estrichs vor. Frag deinen Heizungsbauer nach den Anleitungen für dein gewähltes System, statt Prüfwerte von einem anderen Produkt zu übernehmen.
Dein nächster Schritt
Diese Checkliste hilft dir, Angaben vor einem Angebot oder einer Planung zu sammeln. Wähle den nächsten Ratgeber nach der Frage, die du beantworten willst:
- Du hast schon eine Planung oder ein Angebot? Lies, was eine Planung der Fußbodenheizung enthalten sollte, und vergleiche den dokumentierten Umfang.
- Du willst den Verlegeplan verstehen? Lies über Verlegeabstand und Heizkreislänge, einschließlich der Anbindeleitungen zum Verteiler und zurück.
- Du überlegst, wohin der Verteiler kommt? Sieh dir an, wie zwei Positionen des Heizkreisverteilers die Leitungswege in einem Geschoss ändern.
- Du wählst den Bodenbelag? Sieh dir an, wie Vorlauftemperatur und Bodenbelag die Heizleistung beeinflussen.
- Du sanierst ein bestehendes Haus? Lies, was du vor dem Nachrüsten einer wassergeführten Fußbodenheizung misst, mit einem Arbeitsblatt für Bodenhöhen und Schichten.
- Du hast deine Angaben und willst in der Software anfangen? Folge der Anleitung zum Fußbodenheizungsmodul in HeatAlgo.
Deinen Plan in HeatAlgo vorbereiten
Hast du die Angaben gesammelt, kannst du ein Projekt für eine wassergeführte Fußbodenheizung in der Planungssoftware für Fußbodenheizung von HeatAlgo vorbereiten. Du lieferst und prüfst die Eingaben und siehst dir den Verlegeplan an. Danach kannst du den druckbaren Plan und den PDF-Bericht für das Gespräch mit deinem Heizungsbauer kaufen, der die vorgeschlagene Planung für dein Haus und das gewählte System vor dem Einbau prüfen sollte. Die App und der Bericht sind auf Englisch.
So bereitest du Grundriss und Bericht vor